Am 31.03.09 stand das EMBL am Programm. Zu Beginn erhielten wir wichtige Informationen über diese Institution und ihr PhD- Programm. Im Mittelpunkt der wissenschaftliche Arbeit steht die molekularbiologische Grundlagenforschung. Ca. 14 000 Mitarbeiter aus 70 Nationen sind am EMBL beschäftigt. Etwas später berichtete der PhD- Student Guillem Casanovas über seine Forschungstätigkeit im Bereich des Eisenstoffwechsels. Besonders interessant fand ich die „fish facilities“, die wir nach dem Mittagessen (zu dem wir eingeladen waren), besuchten. Andreea Gruia erzählte uns über Zebrafische als Modelorganismus, ihre Züchtung und über das Ausschalten bestimmter Gene. Die phänotypischen (oder optischen Unterschiede) zwischen den verschieden Fischen waren ziemlich deutlich sichtbar. Oft haben Labors Mäuse als Modelorganismen, von Fischen hatte ich zuvor nichts gewusst. Zum Abschluss durften wir noch an einem Experiment im „Teaching Lab“ teilnehmen, bei dem wir unsere eigene DNA aus Mundschleimhautzellen isolierten und diese auch mit nach Hause nehmen konnten.
Am zweiten Tag unserer Reise, am 01.04.09, statteten wir dem DKFZ einen Besuch ab. Begrüßt wurden wir von Prof. Roland Elis, der uns ein wenig über die Krebsforschung im Allgemeinen informierte. Bei Dr. Tore Kempf erfuhren wir mehr über Proteinchemie und Massenspektroskopie. Hier werden extrem kleine Mengen von Teilchen (hier Proteine) bestimmt. Die entsprechenden Geräte werden auch zum Nachweis von Doping und Verunreinigungen in Lebensmitteln verwendet. Nicht vermutet hätte ich, dass Massenspektrometer manchmal auch in Panzer oder Flugzeuge eingebaut sind und hier zum Nachweis von Giftstoffen im Boden dienen. Auch Bernhard Radlwimmer gab uns einen Einblick in seine Arbeit, die Analyse genetischer Veränderungen in Tumorprobe. Dr. Joel Beaudouin zeigte uns, wie man die Aktivität von Enzymen in lebenden Zellen mittels Konfokal sichtbar machen kann. Dazu müssen die Zellen zuerst mit grün fluoreszierenden Proteinen versetzt werden. Auf dies Art kann man auch lebende von toten Zellen unterscheiden. Zum Schluss hörten wir noch von Dr. Marc Zapatka über seine Tätigkeit im Bereich der Bioinformatik und der Statistik. Die Reise hat mir sehr interessante Einblicke in die (molekular)biologische Forschung gewährt und somit möchte ich mich bei GEN-AU und allen darin Beteiligten bedanken.