SUMMERSCHOOL'10
SUMMERSCHOOL'10
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Es ist 4:00 Uhr morgens und der Wecker läutet.
Es war der 31. März, der Tag, an dem ich mit den zwei anderen Gewinnern der SummerSchool und mit Christina Bergmeister nach Heidelberg reiste. Nach einem etwa eineinhalbstündigen Flug kamen wir etwa um 8:30 Uhr in Frankfurt an und fuhren danach mit dem Shuttle direkt zum EMBL (European Molecular Biology Laboratory) in Heidelberg. Dort wurden wir von Angela Michel begrüßt und uns wurde Allgemeines über das EMBL berichtet, beispielsweise, dass es Außenposten des EMBL in Hamburg, Hinxton in Großbritannien, Grenobel in Frankreich und Monterotondo in Italien gibt. In Heidelberg hat die Verwaltung ihren Sitz und es wird Grundlagenforschung betrieben. In den anderen Standorten des EMBL beschäftigt man sich mit Strukturbiologie, Bioinformatik und Mausbiologie. Nach einer kurzen Kaffeepause wurde uns über Wissenschaftsjournalismus erzählt und anschließend stellte uns Guillem Casanovas sein derzeitiges Forschungsprojekt, nämlich die Erforschung des Eisenstoffwechsels, vor. Er untersucht die Entstehung von Hämachromatose, einer Krankheit, bei der zu viel Eisen im Körper vorhanden ist. Zur Zeit wird Hämachromatose behandelt, indem man regelmäßig Blut abnimmt und so den Eisengehalt senkt. Guillem Casanovas erforscht verschiedene Mutationen in bestimmten Genen, die zu Hämachromatose führen. Nachdem wir Mittag gegessen hatten, besuchten wir die „Fish Facilities“. Dort untersucht Andreea Gruia die Entwicklung von Zebrafisch-Embryos. Zebrafische sind besonders gut für die Forschung geeignet, da die Embryonen und auch die Jungfische beinahe durchsichtig sind und man dadurch unter dem Mikroskop auch die inneren Organe gut erkennen kann. Anschließend durften wir im Teaching Lab unsere DNA aus unseren Wangenzellen extrahieren und in einem kleinen Glasgefäßchen mitnehmen. Dann fuhren wir mit dem Taxi in unser Hotel und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten gingen wir in die Fußgängerzone, welche eine der längsten Europas ist. Dort verbrachten wir auch den restlichen Nachmittag und Abend. Am darauffolgenden Tag besuchten wir nach dem Frühstück das DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum), wo wir von Prof. Dr. Roland Eils begrüßt wurden. Das DKFZ hat sieben Schwerpunkte: Zell- und Tumorbiologie, Funktionelle und strukturelle Genomforschung, Krebsrisikofaktoren und Prävention, Tumorimmunologie, Innovative Krebsdiagnose und –therapie, Infektionen und Krebs und translationale Krebsforshung. Nach der Begrüßung und Einführung zeigte uns Dr. Tore Kempf die Massenspektrometer des DKFZ und erklärte uns ihre Funktionsweise. Massenspektrometer bestimmen die Masse sehr kleiner Teilchen und werden im DKFZ verwendet, um Proteine zu bestimmen. Danach erzählte uns Dr. Bernhard Radlwimmer über die Analyse genetischer Veränderungen in Tumorproben mit Hilfe von Mikroarrays. Er möchte die Aggressivität von Tumoren anhand von Proben erkennen können um somit festzustellen, wie schnell und aggressiv der Tumor behandelt werden muss. Im Bioquant zeigte uns Dr. Joel Beaudouin, der den Zelltod erforscht, dann ein Lichtmikroskop, mit dem man auch noch lebende Zellen beobachten kann. Das Mikroskop machte in regelmäßigen Abständen Fotos von Zellen, in denen bestimmte Proteine fluoreszierend markiert waren. Anhand dieser Fotos konnte man erkennen, wie sich die markierten Proteine im Laufe des Zelltodes verhielten. Zum Schluss erzählte uns Dr. Marc Zapatka über seine Tätigkeit als Bioinformatiker. Nach der Verabschiedung fuhren wir zurück ins Hotel und kurze Zeit darauf wieder mit dem Shuttle nach Frankfurt, von wo aus wir wieder zurück nach Wien flogen. |




