GEN-AU

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Geförderte Projekte 2001-2006


PORTRÄTSERIE PROJEKTLEITER

Fantastische Biologie

ELSA-Projektkoordinator Markus Schmidt über die Forschung im Kino und in den Schlagzeilen. Ein Gespräch mit Stefan Löffler.

PORTRÄTSERIE PROJEKTLEITER

Vom Jagen und Sammeln

GEN-AU Projektkoordinatorin Christa Schleper sprach mit Julia Harlfinger.
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Univ. Prof. Dr. Ulrike Felt
Mail: ulrike.felt@univie.ac.at
WWW: http://sciencestudies.univie.ac.at/mitarbeiterinnen/ulrike-felt/
Public understanding of science, science-society and science-policy interactions; development of scientific institutions.

Personal data

Date of birth    October 31, 1957
Place of birth    Vienna, Austria
Nationality    Austria

Education

1975     High School graduation
1975 - 1983    Studies in Physics, Mathematics and Astronomy, University of Vienna, Ph.D.
1997     Habilitation in Social Studies of Science/Sociology of the Sciences

Career history

1983 - 1988    Research Associate at the European High Energy Physics Lab (CERN, Geneva)
1988 - 1989    Contract Researcher, FWF, University of Vienna
1989 - 1997    University Assistant, University of Vienna
1994     Guest Professor at the Université du Québec à Montréal, Canada
1997 - 1998    Professor at the Université Louis Pasteur, Strasbourg, France
1997 - 1999    Associate Professor at the University of Vienna
1999    Guest Researcher at the Maison des Science de l?Homme, Paris, France
since 1999     Professor for Social Studies of Science, University of Vienna
2003    Guest Professor at the ETH Zurich, Switzerland

Career related activities

1992 - 2005    Diverse positions in the university administration (senate, chairperson of the faculty, member in various committees, head of the institute, etc.)
1994 - 1998    Council Member of the European Association for the Study of Science, Technology and Society (EASST)
2001 - 2005    Council Member of the Society for Social Studies of Science (4S)
2003 - 2006    Member of the expert advisory group ?Science and Society? for the EU 6th Framework Program
2002 - 2007    Editor of the international peer review journal "Science, Technology & Human Values" (SAGE)
since 2004    Member of the editorial board of Social Studies of Science (SAGE), Social Epistemology (Routledge), Yearbook of the Sociology of the Sciences (Kluwer Academic Publishers)

Research interests

Public understanding of science, science-society and science-policy interactions; development of scientific institutions.


Am Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Ein Portrait von Mag. Christina Maria Hack


Sie war eine der wenigen Dissertantinnen in Theoretischer Physik und wurde gleich nach dem Studium an das Europäische Kernforschungszentrum CERN nach Genf geholt - damit war für Ulrike Felt der Weg in Richtung Wissenschaftsforschung geebnet. Denn das Projekt über die Bedeutung von CERN für die Öffentlichkeit brachte den Funken zur Zündung: "Die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft - das ist genau die Art von Forschung, die mich interessiert", sagt Felt, die heute das Institut für Wissenschaftsforschung an der Universität Wien leitet.

"Liebe auf den ersten Blick" zum 1987 neu gegründeten Institut brachte Felt wieder nach Wien zurück und von der Stunde an war sie dabei, die Wissenschaftsforschung in Wien zu etablieren. Dennoch locken Forschung und Lehre immer wieder in´s Ausland: Montreal, Paris, Strassburg und Zürich waren wichtige Stationen. "Es ist enorm wichtig, in andere Systeme zu schauen - nicht nur um Neues kennenzulernen, sondern auch um die eigene Arbeit zu reflektieren", betont Felt.


Keine graue Theorie!

Wenn der Begriff "Wissenschaftsforschung" für Außenstehende trocken klingen mag, so räumt Felt derartige Bedenken mit einem verschmitzten Lächeln aus: "Es geht mir darum, die Aufmerksamkeit auf Wechselwirkungen zu lenken und die zentrale Rolle der Wissenschaft in unserer Gesellschaft hervorzuheben." Studierende aller Disziplinen, "Leute, die künftig an den Schlüsselpositionen sitzen", müssten laut Felt die Regeln der Wissenschaft kennenlernen und diese stets kritisch hinterfragen.

Mit dem gleichen Elan, mit dem Felt Studenten in die Geheimnisse der Wissenschaftsforschung einweiht, hält sie bisweilen auch Management-Seminare für Rektoren europäischer Universitäten. "Vor allem in den Osteuropäischen Ländern ist man sehr mit dem Umdenken beschäftigt." In diesen Seminaren bietet Felt zwar keine fertigen Lösungen, "dafür aber Denk-Materialien".


Raus aus dem Elfenbeinturm

Trotz ihres Engagements weiß die Wissenschafterin auf dem Boden der Realität zu bleiben. Dass der Kommunikationsfluss zwischen dem "Elfenbeinturm" der Wissenschaft und der Öffentlichkeit noch immer stockend fließt, sei auch den Rahmenbedingungen zuzuschreiben: "Öffentlichkeitsarbeit ist sehr aufwändig und nur die wenigsten Institute haben dafür genügend Zeit und Ressourcen." Eine veränderte Einstellung zum Thema Kommunikation nach außen sei jedoch spürbar. "Forscher müssen sich vorrangig im wissenschaftlichen Feld präsentieren. Herauszufinden, was für andere interessant ist, das ist ein Lernprozess", meint Felt - und mit einem Blick in Richtung Medien: "Wenn jemand einen Artikel über mich und meine Arbeit schreibt, dann wird er mir ganz andere Fragen stellen als ein Kollege aus der Forschung."

Neben dem ELSA-Projekt "Reden wir über Gold" prägt der Anlauf des EU-Projektes "Challenges of Biomedicine" zur Zeit den Gutteil der Arbeit von Felt: Vor dem unterschiedlichen kulturellen Hintergrund von acht Nationen soll die Einstellung der Öffentlichkeit zu den Themen "Transplantationsmedizin" und "Genetische Tests" erfasst werden. Parallel dazu ist Felt Herausgeberin der internationalen Zeitschrift "Science, Technology & Human Values" und untersucht - ebenfalls in einer internationalen Kooperation - Veränderungsprozesse im universitären Feld.


Teamarbeiterin

Begeisterung für die Wissenschaft, ungebremste Neugier und Freude an der Arbeit werden bei jedem Satz spürbar, mit dem sie ihre Tätigkeit beschreibt. Zwar ist dabei immer von "meinem Interesse", vielmehr aber noch von "unserer Arbeit" die Rede: Felt ist Teamarbeiterin, das spürt man. Und wenn ihr Tagespensum nach einem 20-Stunden-Tag anmutet, nimmt sie dies mit einem Lächeln zur Kenntnis: "Mein Tag ist voll, aber nicht überfrachtet - außerdem habe ich ein gutes Team um mich herum." Nachsatz: "Wenn mir etwas Spaß macht, dann bin ich eben voll dabei."



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