PORTRÄTSERIE PROJEKTLEITER
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Einzelne Moleküle finden
Biomoleküle nachzuweisen ist schwierig und aufwändig. Eine Forschungsgruppe hat in der ersten Phase von GEN-AU ein hochempfindliches Gerät entwickelt, mit dem auf Biochips sogar einzelne Moleküle detektiert werden können. In der zweiten Phase wurden die Messmethoden für Anwendungen in der Krebsdiagnostik und der Immunologie maßgeschneidert. Die letzte GEN-AU Förderperiode soll dem Netzwerk beim Übergang in die post-GEN-AU Phase unterstützen: in dieser Zeit wird das Netzwerk vor allem bei der Etablierung von interdisziplinären Zusammenarbeiten assistieren, und bereitet sich damit für seine Rolle als Inkubator für Folgeprojekte der biomedizinischen Forschung vor. Beschleunigte Forschungsabläufe Die Errungenschaften der biologischen Forschung sind in einem hohen Maß durch den Einsatz höchst fortschrittlicher Biotechnologie und Innovationen im Bereich der Gerätetechnik möglich geworden. Neuartige Messinstrumente werden entworfen, um Analyseverfahren schneller, effizienter und durchsatzfähiger zu machen. Vor allem im Bereich der Mikroskopie können sich Forscherinnen und Forscher heute modernster Gerätschaften bedienen, die sogar die Betrachtung und Untersuchung von einzelnen DNA-Molekülen und Proteinen ermöglichen. Ein solches High-Tech-Gerät wurde bereits im Rahmen der ersten GEN-AU Phase entwickelt. Diese neuartige Technologie ist in Form einer Service-Einheit Experimentatorinnen und Experimentatoren unterschiedlicher Forschungsinstitute zugänglich. Es zeigte sich aber, dass die dadurch ermöglichte molekulare Sichtweise nicht nur Antworten auf lang währende Fragen liefern, sondern vor allem die Augen für völlig neue Zugänge öffnen kann. Sensible Technik findet seltene Krebsstammzellen und liefert den Zugang zu signalvermittelnden Nanostrukturen in Immunzellen Einerseits steht dabei die mikroskopische Charakterisierung von Krebszellen im Mittelpunkt. Die hohe Sensitivität des Gerätes macht hier sogar den Nachweis kleinster Mengen von entarteten Krebsstammzellen möglich, was von unschätzbarem Wert für die Überprüfung des Therapieerfolgs von erfolgten Krebsbehandlungen ist. In der zweiten Studie wird das Gerät auf seine Anwendbarkeit bei der Untersuchung von Immunzellen getestet. Insbesondere sollen dabei die Mechanismen der Fremd-Selbst-Unterscheidung durch das Immunsystem, die besonders relevant bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten und Allergien ist, intensiv analysiert werden. Vor allem erlaubt diese Methode, spezielle Nanostrukturen, die die Signalübertragung über die Plasmamembran von T-Zellen kontrollieren, zu untersuchen.
Viele Wissenschaftler sind fasziniert von den Möglichkeiten, welche das Studium von einzelnen Biomolekülen bietet:
i) Subpopulationen in heterogenen Proben können voneinander unterschieden und separat analysiert werden; ii) Korrelationen zwischen verschiedenen molekularen Parametern können iii) dynamische Prozesse können ohne Synchronisation verfolgt werden; iv) Einzelmoleküle können mit einer Genauigkeit weit unterhalb des optischen Beugungslimits lokalisiert werden, was als Grundlage für neuartige Mikroskopiemethoden mit einer Auflösung im zehn Nanometer- v) selbst geringste Mengen einer Substanz können bioanalytisch nachgewiesen werden.
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