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Bei vielen Krebserkrankungen vor allem im Kindes- und Jugendalter spielen spezifische Umlagerungen und Fusionen von Genen eine maßgebliche Rolle. Am Beispiel eines Knochentumors bei Jugendlichen und der häufigsten Leukämieform bei Kindern sollen Gen-Fusionen jeweils nschgewiesen und charakterisiert und gezielt biologische Hemmstoffe entwickelt werden.
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Krebs wird heute als eine Erkrankung angesehen, welche von Veränderungen in einer Reihe kritischer Gene hervorgerufen wird. Diese führen zu weitreichenden Störungen der gesamten Genaktivität der Zelle. So wird ein Tumor letztlich durch einen Satz von mutierten Genen und damit verbundenen Veränderungen des Aktivitätsmusters definiert. Diese Tumor-spezifischen "genetischen Fingerabdrücke" legen den Grundstein für neue Krebsklassifikationen und bergen das Potential für verbesserte Krebsdiagnose und -therapie in sich. Charakteristisch für viele Leukämien und Tumore vor allem im Kindes- und Jugendalter sind spezifische Genumlagerungen, welchen eine maßgebliche Rolle in der Entstehung und Biologie des Tumors beigemessen wird. Solche spezifischen Chromosomenveränderungen können auch als Folge vorangegangener Chemotherapie auftreten, was zur Ausbildung sekundärer Krebserkrankungen führen kann. In enger Zusammenarbeit wollen das Tiroler Krebsforschungsinstitut und das Forschungsinstitut für Krebskranke Kinder in Wien mit Unterstützung der Abteilung für Hämatologie an der Wiener Universitätsklinik für Innere Medizin neue und effiziente Methoden des Nachweises und der molekularen Charakterisierung von Genfusionen entwickeln und die mit diesen assoziierten genetischen Fingerabdrücke definieren. Mit Hilfe funktioneller Untersuchungen des Genoms sollen der Mechanismus der Genumlagerung und die Auswirkungen auf das Therapieansprechen der Krebszelle studiert werden. Dabei soll auch besonderes Augenmerk auf das Aufteten von Störungen und potenziell krankheitsrelevanten Variationen in Resistenzgenen gelegt werden. Am Beispiel eines Knochentumors bei Jugendlichen und der häufigsten Form von Leukämien bei Kindern sollen gezielt biologische Hemmstoffe gegen das primär krankheitsauslösende Fusionsgen und andere damit zusammenhängende Genprodukte entwickelt werden. So wollen wir einen Grundstein zur Auswahl von kleinmolekularen Substanzen gegen von der Genfusion betroffene Signal- und Resistenzwege für den Einsatz in der Kombinationstherapie mit klassischen Chemotherapeutika legen.
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