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GOLD II - Genomik von Fettstoffwechsel-Erkrankungen
Fettleibigkeit und Fettstoffwechselstörungen stellen ein immer größer werdendes gesundheitliches und volkswirtschaftliches Problem dar. Um wirksame Interventionsmöglichkeiten zu eröffnen, ist es notwendig, die molekularen Grundlagen genau zu erforschen. Projekt-Homepage: http://gold.uni-graz.at


Die Genomik des Fettstoffwechsels


Fettstoffwechselstörungen und Fettleibigkeit sind ein großes Problem für die Gesundheit der Menschen wie auch für die Volkswirtschaften. Um wirksame Therapien für Krankheiten des Fettstoffwechsels und für Übergewicht entwickeln zu können, müssen Forschende deren molekulare Grundlagen verstehen.


Übergewicht bedroht eine Milliarde Menschen. Im Jahr 2001 übertraf die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen erstmals in der Menschheitsgeschichte die Zahl der Unterernährten. Die mittlerweile epidemische Verbreitung der Fettleibigkeit betrifft heute mehr als eine Milliarde Menschen. Sie stellt ein großes Gesundheitsproblem dar, da Fettleibigkeit häufig lebensverkürzende chronische Krankheiten wie Altersdiabetes, Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose und Krebs verursacht.


Genetische Regler des Fettstoffwechsels erforschen. Neben der Änderung individueller Verhaltensweisen und der Verbesserung des krankmachenden Lebensumfelds der Menschen in industrialisierten Ländern ist die Entwicklung wirksamer Medikamente zur Gewichtsreduktion von größter Wichtigkeit. Voraussetzung dafür ist ein detailliertes Verständnis der molekularen Mechanismen des Fettstoffwechsels. Durch die Kenntnis der gesamten Erbinformation des Menschen und anderer Organismen ist es nun erstmals möglich, alle Gene zu identifizieren, die den Auf- und Abbau von Fett regulieren.


Zweiteiliges Forschungsprojekt. Im Rahmen der ersten Phase von GEN-AU wurde ein Konsortium aus Forschungsgruppen unterschiedlicher Fachbereiche (GOLD I) gebildet, das die Infrastruktur für eine erfolgreiche Entdeckung unbekannter Fettstoffwechselgene etabliert hat. Im Rahmen von GEN-AU II sollen jetzt die durch diese Investition entwickelten technischen Ressourcen dazu genutzt werden, weitere Gene und Genprodukte zu finden und zu charakterisieren, die für die zelluläre Aufnahme, Speicherung und Mobilisierung von Fetten verantwortlich sind.


Im Jahr 2001 übertraf die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen erstmals in der Menschheitsgeschichte die Zahl der unterernährten. Die epidemische Verbreitung der Fettleibigkeit betrifft mehr als eine Milliarde Menschen und stellt ein gewaltiges Gesundheitsproblem dar, da Fettleibigkeit häufig lebensverkürzende, chronische Stoffwechselerkrankungen wie Altersdiabetes, Fettstoffwechselstörungen, Atherosklerose und Krebs verursacht. Zusätzlich zur Änderung individueller Verhaltensweisen und des "toxischen Milieus" in industrialisierten Ländern ist die Entwicklung nebenwirkungsarmer und effektiver Medikamente zur Gewichtsreduktion von größter Wichtigkeit. Voraussetzung dafür ist ein detailliertes Verständnis der molekularen Physiologie des Fettstoffwechsels.

Durch die Kenntnis der gesamten Erbinformation des Menschen und anderer Organismen ist es nun erstmals möglich, alle Gene zu identifizieren, die den Auf- und Abbau von Fett regulieren. Im Rahmen der ersten GEN-AU Periode wurde ein Konsortium aus Forschungsgruppen unterschiedlicher Fachbereiche (GOLD I) gebildet, welches die Infrastruktur für eine erfolgreiche Entdeckung unbekannter "Fett-Gene" etabliert hat. Im Rahmen von GEN-AU II sollen die durch diese Investition entwickelten technischen Ressourcen dazu genutzt werden, weitere Gene und Genprodukte, die für die zelluläre Aufnahme, Speicherung und Mobilisierung von Fetten verantwortlich sind, zu identifizieren und charakterisieren. In einem multidisziplinären Projekt sollen dabei neu entdeckte Gene und Proteine bezüglich ihrer biochemischen Eigenschaften, ihrer physiologischen Funktion und - in ausgewählten Fällen - ihrer drei-dimensionalen Proteinstruktur aufgeklärt werden. Dies geschieht in Verbindung mit der Identifikation genetischer Varianten beim Menschen und deren Zusammenhang mit Fettstoffwechselstörungen. Das Projekt GOLD II wird folgende Projektziele erreichen:

* Entdeckung unbekannter Gene, die am Fett- und Energiestoffwechsel des Menschen, der Maus und der Hefe beteiligt sind.
* Aufklärung unbekannter molekularer Mechanismen, welche die Speicherung und die Mobilisierung von Fetten und Energiesubstraten regulieren.
* Aufklärung der medizinischen Relevanz neuer Kandidatengene.
* Identifikation neuer "drug targets" und deren Strukturbestimmung zur gezielten Entwicklung neuer Medikamente für die Behandlung von Fettleibigkeit und deren Folgeerkrankungen.

Das innovative Forschungsnetzwerk von GOLD II mit seinen humanen und technischen Ressourcen zur Entdeckung und Charakterisierung von Genen, die Einbindung des Konsortiums in nationale und internationale Netzwerke, sowie die Aussicht auf wirtschaftliche Verwertbarkeit der Projektergebnisse lassen einen erfolgreichen Projektverlauf für GOLD II erwarten.


C01 Project coordination & core facilities

Projektleitung:  Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner, Mag. Caroline Schober-Trummler
Institutionen:  Inst. f. Molekulare Biowissenschaften; Univ. Graz
e-mail: rudolf.zechner@uni-graz.at

C02 Comparative transcriptomics of models of lipid-associated disorders

Projektleitung:  Univ.-Prof. DI Dr. Zlatko Trajanoski
Institutionen:  Inst. f. Genomik und Bioinformatik; TU Graz
e-mail: zlatko.trajanoski@tugraz.at

C03 Role of transcription factor family AP-1 in energy and fat metabolism

Projektleitung:  Dr. Juliane Bogner-Strauss
Institutionen:  Inst. f. Genomik und Bioinformatik; TU Graz
e-mail: juliane.strauss@tugraz.at

C04 Functional and differential analysis of lipolytic enzymes by affinity tagging

Projektleitung:  Univ.-Prof. Dr. Albin Hermetter, DI Dr. Ruth Birner-Grünberger
Institutionen:  Inst. f. Biochemie; TU Graz
e-mail: albin.hermetter@tugraz.at

C05 Identification and characterization of genes involved in lipolysis and lipid synthesis: Application of induced mutant mouse models

Projektleitung:  Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner, Univ.-Prof. Dr. Gerald Höfler
Institutionen:  Inst. f. Molekulare Biowissenschaften; Univ. Graz
Inst. f. Pathologie Graz; Med. Univ. Graz
e-mail: rudolf.zechner@uni-graz.at

C06 Identification and characterization of genes involved in cellular cholesterol uptake and metabolism

Projektleitung:  Univ.-Prof. Dr. Gerhard Kostner, Mag. Dr. Dagmar Kratky
Institutionen:  Inst. f. Molekularbiologie und Biochemie; Med. Univ. Graz
e-mail: gerhard.kostner@meduni-graz.at

C07 Lipid flow and regulation of the lipidome: the yeast approach

Projektleitung:  Univ.-Prof. DI Dr. Sepp D. Kohlwein, DI Dr. Regina Leber
Institutionen:  Inst. f. Molekulare Biowissenschaften; Univ. Graz
e-mail: sepp.kohlwein@uni-graz.at

C08 Characterization of genes involved in lipolytic targeting of lipoprotein components to yolk and their utilization by the avian embryo

Projektleitung:  Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Schneider
Institutionen:  Dept. f. Medizinische Biochemie; Med. Univ. Wien
e-mail: wolfgang.schneider@meduniwien.ac.at

C09 Structural biology of mammalian lipases

Projektleitung:  Univ.-Prof. Dr. Christoph Kratky, Mag. Dr. Monika Oberer
Institutionen:  Inst. f. Chemie; Univ. Graz
e-mail: Christoph.Kratky@uni-graz.at

C10 Genetic epidemiology of genes involved in lipid metabolism

Projektleitung:  Univ.Doz.Dr.med. Florian Kronenberg
e-mail: Florian.Kronenberg@uibk.ac.at

C11 Re-thinking biosciences as culture and practice: tracing "ethics" and "society" in genome research - a pilot study

Projektleitung:  Univ. Prof. Dr. Ulrike Felt
Institutionen:  Inst. f. Wissenschaftsforschung; Univ. Wien
e-mail: ulrike.felt@univie.ac.at


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