PORTRÄTSERIE PROJEKTLEITER
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Die Genomik des Fettstoffwechsels
Im Jahr 2001 übertraf die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen erstmals in der Menschheitsgeschichte die Zahl der unterernährten. Die epidemische Verbreitung der Fettleibigkeit betrifft mehr als eine Milliarde Menschen und stellt ein gewaltiges Gesundheitsproblem dar, da Fettleibigkeit häufig lebensverkürzende, chronische Stoffwechselerkrankungen wie Altersdiabetes, Fettstoffwechselstörungen, Atherosklerose und Krebs verursacht. Zusätzlich zur Änderung individueller Verhaltensweisen und des "toxischen Milieus" in industrialisierten Ländern ist die Entwicklung nebenwirkungsarmer und effektiver Medikamente zur Gewichtsreduktion von größter Wichtigkeit. Voraussetzung dafür ist ein detailliertes Verständnis der molekularen Physiologie des Fettstoffwechsels.
Durch die Kenntnis der gesamten Erbinformation des Menschen und anderer Organismen ist es nun erstmals möglich, alle Gene zu identifizieren, die den Auf- und Abbau von Fett regulieren. Im Rahmen der ersten GEN-AU Periode wurde ein Konsortium aus Forschungsgruppen unterschiedlicher Fachbereiche (GOLD I) gebildet, welches die Infrastruktur für eine erfolgreiche Entdeckung unbekannter "Fett-Gene" etabliert hat. Im Rahmen von GEN-AU II sollen die durch diese Investition entwickelten technischen Ressourcen dazu genutzt werden, weitere Gene und Genprodukte, die für die zelluläre Aufnahme, Speicherung und Mobilisierung von Fetten verantwortlich sind, zu identifizieren und charakterisieren. In einem multidisziplinären Projekt sollen dabei neu entdeckte Gene und Proteine bezüglich ihrer biochemischen Eigenschaften, ihrer physiologischen Funktion und - in ausgewählten Fällen - ihrer drei-dimensionalen Proteinstruktur aufgeklärt werden. Dies geschieht in Verbindung mit der Identifikation genetischer Varianten beim Menschen und deren Zusammenhang mit Fettstoffwechselstörungen. Das Projekt GOLD II wird folgende Projektziele erreichen: * Entdeckung unbekannter Gene, die am Fett- und Energiestoffwechsel des Menschen, der Maus und der Hefe beteiligt sind. Das innovative Forschungsnetzwerk von GOLD II mit seinen humanen und technischen Ressourcen zur Entdeckung und Charakterisierung von Genen, die Einbindung des Konsortiums in nationale und internationale Netzwerke, sowie die Aussicht auf wirtschaftliche Verwertbarkeit der Projektergebnisse lassen einen erfolgreichen Projektverlauf für GOLD II erwarten.
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